Die größte und wichtigste Messe im europäischen Raum für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement ist vorbei. Doch welche Eindrücke bleiben?
Einige große GIS-Hersteller sind der Messe fern geblieben, dafür waren jede Menge Partner dar. Richtiges Gedränge gab es eigentlich nie, am vollsten war es noch außerhalb der Hallen, da wo Vermessungsgeräte live gezeigt wurden – und auch angewendet werden durften. Interessant auch zu sehen mit welchen Bereichen Geodaten inzwischen Berührungen haben – wer hätte schon erwartet, auf der INTERGEO Lösungen zum Thema WLAN-basierte Lokalisierung und Navigation in Gebäuden oder Lösungen zur dynamischen Navigation mit selbstfahrenden Personentransportern (Segways) zu sehen. Ganz zu schweigen von der Vielfältigkeit der Forenbeiträge, so zum hochaktuellen Thema Frühwarnsysteme.
Doch wo war das entsprechende Fachpublikum für diese Themen? Meines Erachtens ist die Messe immer noch zu sehr ein Geodätentag. Unsere Daten sind in die Mitte der Gesellschaft gerückt, wir haben Chancen, vollkommen neue Märkte zu erschließen, doch die INTERGEO weiß diesen Markt noch nicht gut genug anzusprechen. Mein subjektiver Eindruck war, dass sich der Hardwareanteil auf der Messe wieder erhöht hat, Lösungen dafür in den Hintergrund getreten sind. Die Messe muss sich erneuern und das ganz schnell.