Mit GIS den Überblick behalten – der Umwelt zuliebe!
Die grit GmbH unterstützt den Energieversorger nun bei der Auswertung und dem Abgleich der ggf. unterschiedlichen Nutzungsarten der Flächen rund um die relevanten Masten. Dieser Prozess nennt sich Nutzungsarten-Screening von Maststandorten.
Die verschiedenen Netzgesellschaften der RWE AG betreiben in Deutschland ein sehr ausgedehntes und weit verzweigtes Verteilnetz (400 bis 110.000 Volt), wobei die größte Netzgesellschaft, die Rheinland Westfalen Netz AG, in mehr als 1900 Städten und Gemeinden in Niedersachsen, Nordhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz für den sicheren Betrieb u. a. der Stromnetze verantwortlich ist. Weitere Netzgesellschaften betreiben ausgedehnte regionale Netze in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Saarland, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Bei mehr als 100.000 km Stromnetzlänge gehört dazu auch eine hohe Anzahl an Masten!
Untersuchungen von Böden im Bereich von Strommasten
Hintergrund ist eine von RWE veranlasste Untersuchung auf mögliche Bodenverunreinigungen im Umfeld älterer Strommasten. RWE hat sich in einem Prüfungs- und Monitoringprozess dem branchenübergreifenden Sachverhalt angenommen und in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW (MUNLV) sowie den zuständigen Behörden der anderen Bundesländer ein vorbeugendes Untersuchungskonzept entwickelt und umgesetzt. Nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) des Bundesumweltministeriums sind – abhängig von der Nutzungsart des Bodens - unterschiedliche Grenzwerte für verschiedene Bodenverunreinigungen definiert. Zu den für die Untersuchung relevanten Nutzungsarten gehören Kinderspielflächen, Hausgärten, Wohngärten und Kleingärten, weshalb die RWE-Masten bezüglich ihrer Klassifizierung mit den behördlichen Datenbeständen abgeglichen werden. Dazu werden seitens RWE alle relevanten Mastinformationen, insbesondere die Mastkoordinaten, an die grit GmbH übermittelt. Nach Abgleich und Auswertung offizieller Geodienste wird für jeden Mast ein sogenanntes Geodokument inklusive zweier Kartenausschnitte und den entsprechenden Sachdaten erzeugt.
Die Nutzungsarten der Flächen rund um die Maststandorte reichen dabei von gewerblich genutzten Grundstücken über Sportanlagen, Parks und Wohnbauflächen bis hin zu Spielplätzen. Zur Erstellung der Geodokumente können dann einzelne Maststandorte fragestellungsbezogen konkreten Nutzungskategorien zugeordnet werden. Die Auswertung und der Abgleich dieser Mastdaten steht im Fokus der von RWE beauftragten Dienstleistung.
Wo kommen die Daten her?
Die RWE-Netzgesellschaften speichern ihre Sach- und Geodaten in eigenen umfangreichen Datenbanken und dokumentieren detailliert den „Werdegang“ der Betriebsmittel vom Bau über die Instandhaltung und Erweiterung bis hin zur Abrüstung. Zum Abgleich der Informationen werden für diesen speziellen Auftrag die amtlichen Datenbestände bezüglich der Flächen rund um die Maststandorte benötigt: Die Vermessungsämter der Länder liefern die ALK- und ALB-Daten (Automatisierte Liegenschaftskarte und Liegenschaftsbuch) und das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) den ATKIS-Datenbestand (Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem).
In ATKIS gibt es eine flächendeckende Möglichkeit der Nutzungsartenbestimmung, allerdings darf man aufgrund des Darstellungsmaßstabs und damit verbundener Generalisierungen keine besondere Detailgenauigkeit erwarten. In ALK und ALB liegen genauere Daten vor, jedoch nicht immer einheitlich und komplett. Fazit: Man muss alle Informationen miteinander verschneiden. So ergeben sich folgende Bestimmungsmöglichkeiten für die Nutzungsarten des Bodens im unmittelbaren Umkreis eines Masts: ATKIS in Kombination mit ALK oder ATKIS in Kombination mit ALB.
Aussagekräftige und übersichtliche Dokumente zur Auswertung
Um künftig ggf. erforderliche Maßnahmen ergreifen zu können, müssen die verantwortlichen Stellen über transparente Auswertungsunterlagen verfügen. Die grit hatte mit dem xGDM-Dokumentendienst die richtige Lösung. Die Software erstellt für jeden Mast ein PDF-Dokument. Es zeigt die graphisch aufbereiteten Daten anhand von zwei Karten, in denen jeweils die Lage des Mastes durch einen Kreis gekennzeichnet ist und enthält ebenfalls die Sachdaten aus der Oracle-Datenbank.
All diese Informationen werden aktuell „on-the-fly“ angefragt, den jeweiligen Quellen entnommen und die Priorität der jeweils aktuellen Nutzung ermittelt. Wer nun annimmt, daraus ergäbe sich eine langwierige Prozedur, der liegt falsch: Allein in einer halben Stunde konnten ganze 1.000 PDF-Dokumente erzeugt werden! Mehr als 100.000 sind es in diesem Projekt.
Und was kommt jetzt?
Anhand der vorliegenden Dokumentation können die RWE-Mitarbeiter bzw. die zuständigen Stellen Statistiken vorlegen und danach ggf. erforderliche Maßnahmen ergreifen.
Das bringt es der RWE:
- Schneller Zugriff auf amtliche Geodaten zur Ermittlung der Nutzungsarten
- Übersichtlicher und Bundesland übergreifend vereinheitlichter Output anhand von PDF-Dateien mit Geo- und Sachdaten
- Sehr schnelle Verarbeitung großer Datenmengen
Softwareprodukte:
Ihr Ansprechpartner zum Projekt:
grit GmbH
Annemarie Becher
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